Ziele

Normalität und Lebensqualität

Der Hunde-Besuchsdienst wird von geschulten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vorwiegend in der Häuslichkeit der Betroffenen durchgeführt. Dabei steht das Prinzip von Normalität im Vordergrund. Wir verfolgen das Ziel, Menschen mit Demenz überhaupt (wieder) den Kontakt zu Tieren zu ermöglichen. Die in dieser Begegnung möglichen Effekte sollen sich positiv auf die Lebensfreude und die Lebensqualität der Betroffenen auswirken. Die Besuche und gemeinsamen Aktivitäten sollen allen Beteiligten Spaß machen und den Alltag auflockern.

Aktivierung und Erinnerungsarbeit

Tiergestützte Aktivitäten wie Streicheln, Bürsten, Spielen, Füttern usw. regen Erinnerungen und Gefühle an, die es Menschen mit Demenz erleichtern, mit ihrer Umwelt in Kontakt zu treten. Sie unterstützen die Motorik und fördern die (Sinnes-) Wahrnehmungen der Erkrankten. Die Interaktion mit Tieren knüpft an Vertraut-Erlebtem an.  Kleine Fürsorglichkeiten können durch die Anwesenheit eines Tieres geweckt werden, was zur Stärkung des eigenen Selbstwertes beiträgt.

Entlastung für Angehörige

Rund 75% der Menschen mit Demenz werden zu Hause von Angehörigen betreut. Sie gehen häufig bis an die Grenze ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit. Die Betreuung durch die ehrenamtlichen Besuchsteams bietet den Familien einen wohnortnahen und unbürokratischen Zugangsweg zu Tieren und stundenweise Entlastung im Alltag. Die Angehörigen können die gewonnene Zeit für eigene Bedürfnisse nutzen. Die Kosten für den Besuchsdienst können über die Pflegekasse abgerechnet werden.

Förderung des freiwilligen Engagements

Für den Besuchsdienst werden Hundebesitzer gewonnen, die ihre Zeit für die Betreuung von Menschen mit Demenz zur Verfügung stellen. Sie werden in einem Qualifizierungskurs auf Ihre Aufgabe vorbereitet. Das Mensch-Hund-Team leistet mit seinen Besuchen einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen.

Patin Kate Kitchenham